5. Übungsblatt
zur Vorlesung Rechnerstrukturen:
1. Aufgabe
Ein
System sei durch sein Zuverlaessigkeitsblockdiagramm definiert, wobei die mit H
bezeichnete Komponente die Funktionswahrscheinlichkeit 1 aufweist:

1.
Wie
lautet die Systemfunktion des Systems?
2.
Stellen
Sie den Fehlerbaum des Systems dar.
3.
Welche
Art(en) von Redundanz liegt vor?
4.
Stellen
Sie die Funktionswahrscheinlichkeit des Systems als Funktion der
Funktionswahrscheinlichkeiten aller Blöcke dar.
2. Aufgabe
Gegeben
sei ein 3-von-4 - System, dessen Komponenten zufallsverteilt mit gleicher Rate
ausfallen. Die Überlebenswahrscheinlichkeit einer Komponente wird durch die
Formel
![]()
beschrieben.
1.
Stellen
Sie das Zuverlässigkeitsblockdiagramm dieses Systems dar.
2.
Finden
Sie die Überlebenswahrscheinlichkeiten des Systems für 1 Stunde, 1 Tag und einen Jahr
(365 Tage) für den Fall, daß die mittlere Lebensdauer jedes Blockes des Systems
1000 Stunden beträgt.
3.
Vergleichen
Sie die Überlebenswahrscheinlichkeiten dieses Systems mit diesen Größen für ein
nichtredundandes System (1 Block).
3. Aufgabe
Das
Zuverlässigkeitsblockdiagramm eines Multimedia-PC kann man z. B. wie folgt
darstellen:

Angenommen,
100000 Benutzer solcher PC schauen gleichzeitig ein on-line Fernsehprogramm.
Für den Fall, daß alle dargestellten Blöcke aller PCs dieselben
Fehlerwahrscheinlichkeiten
haben:
1.
Finden
Sie die maximale Ausfallrate l, bei dem die Wahrscheinlichkeit, daß alle Benutzer im Verlauf eines
Tages dieses Programm sehen können, größer als 99,999% ist.
2.
Finden
Sie die Ausfallrate und die mittlere Lebensdauer einer Komponente bei den
angegebenen Bedingungen. Wie könnte man die Lebensdauer nachweisen?
3.
Kann
man die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers in einem solchem System ohne Redundanz
reduzieren? Wenn ja, unter welchen Bedingungen?
4. Aufgabe
Ein
prozessorgesteuerter Elektroantrieb einer Wasserpumpe hat folgende Struktur:

Der
Techniker kommt zur Reparatur im Verlauf 12 Stunden. Die Reparatur besteht in
der Suche und dem Ersatz des ausgefallenen Blockes und dauert im Durchschnitt TD
= 1 Stunde.
Für
jeden Block gibt es nach der Inbetriebnahme je zwei Ersatzblöcke,
Nachlieferungen sind nicht vorgesehen.
1.
Zeichnen
Sie ein Zuverlaessigkeitsblockdiagramm des Systems.
2.
Finden
sie die Verfügbarkeit des Antriebes. Die Fehlerwahrscheinlichkeiten aller
Blöcke seien exponentialverteilt mit konstanten Ausfallraten l = 1*10-4 /Stunde,
der Techniker ist Tag und Nacht im Einsatz.
3.
Wie
hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß das System nach einem Jahr nicht mehr
funktioniert?
4.
Vergleichen
Sie die Wahrscheinlichkeit aus Punkt 3 mit der Wahrscheinlichkeit, daß
mindestens 1 Antrieb nach 1 Jahr noch funktioniert, wenn 5 gleiche Antriebe
(jeder Ersatzblock kann also für die Reparatur jedes Antriebes eingesetzt
werden) bei den angegebenen Bedingungen gleichzeitig benutzt werden. Bei jedem
Ausfall eines Antriebes wird eine Reparatur unternommen, wenn das Ersatzteil
vorhanden ist. Funktionsfähige Teile aus defekten Antrieben werden nicht als
Ersatzteile verwendet.